ME™ Lips Motion Control 2.8 mm — Warum haben wir eine Konfiguration speziell für die Lippenpigmentierung entwickelt?

Lizaveta Prudnikava erklärt die Technik hinter der ME™ Lips Motion Control 2,8 mm PMU-Maschine

ME™ Lips Motion Control 2.8 mm — Warum haben wir eine Konfiguration speziell für die Lippenpigmentierung entwickelt?

Die Lippenpigmentierung gehört zu den anspruchsvollsten Behandlungen im Permanent Make-up — nicht weil sie technisch schwieriger wäre als die Augenbrauenpigmentierung, sondern weil man mit Gewebe arbeitet, das völlig andere biomechanische Eigenschaften besitzt.

Das Lippenrot ist elastischer, stärker durchblutet und reagiert anders auf die durch die Nadel abgegebene Energie als die Haut der Augenbrauen. Jeder Nadeleinstich löst gleichzeitig eine mechanische und eine biologische Reaktion aus — und genau diese Reaktion, nicht das unmittelbare Erscheinungsbild nach der Behandlung, bestimmt den Arbeitskomfort, den Zustand des Gewebes und den Heilungsverlauf.

Eine Verkürzung des Hubs allein löste dieses Problem nicht. Es war ein anderer Weg der Energieübertragung nötig — daher Motion Control 2.8 mm.

Das ist nicht einfach eine Maschine mit 2,8 mm Hub

Der Hub beschreibt lediglich die Strecke, die die Nadel zurücklegt. Er sagt nichts darüber aus, wie die Energie das Gewebe erreicht.

Das Verhalten des Geräts wird vom gesamten System bestimmt: Motor, Steuerungsalgorithmus, Nadeldynamik und Motion Control. Zwei Maschinen mit identischem Hub können sich in der Haut völlig unterschiedlich verhalten — bei ME™ Lips Motion Control 2,8 mm ist der Hub ein Element dieses Systems, nicht seine Definition.

Wir haben auch eine Maschine mit verstellbarem Hub in Betracht gezogen. Das klingt aus Marketingsicht attraktiv, liefert aber aus technischer Sicht selten die Effizienz, die Anwenderinnen erwarten. Wir haben uns für eine Konfiguration entschieden, die auf ein konkretes biomechanisches Problem optimiert ist, statt für eine Maschine, die „alles können soll".

Was wir bei der Entwicklung analysiert haben

Bei der Entwicklung von Motion Control 2,8 mm haben wir analysiert:

  • das mechanische Verhalten des Lippenrots,
  • das Ausmaß der Gewebereaktion nach der Behandlung,
  • den Erhalt der natürlichen Lippenstruktur,
  • die Gleichmäßigkeit der Pigmentimplantation,
  • die Konsistenz der Ergebnisse bei unterschiedlicher Lippenanatomie.

Ziel war niemals eine bestimmte Farbe unmittelbar nach der Behandlung, sondern eine vorhersehbare biologische Gewebereaktion.

Was das in der Praxis bedeutet

Bei Behandlungen mit der Konfiguration ME™ Lips Motion Control 2,8 mm, unabhängig von Lippenanatomie oder Art des Lippenrots:

  • die natürliche Struktur der Lippen bleibt erhalten,
  • die Schwellung bleibt minimal oder bleibt aus,
  • der feuchte Teil der Schleimhaut schwillt nicht an, wodurch dieser Bereich präzise bearbeitet werden kann,
  • die Implantation wirkt präzise, ohne Anzeichen übermäßigen Gewebetraumas,
  • die natürlichen Furchen und die Textur des Lippenrots sind unmittelbar nach der Behandlung sichtbar,
  • die abgeheilten Ergebnisse sind über verschiedene Kundinnen hinweg gleichmäßiger und vorhersehbarer.

Die Heilung beginnt nicht erst nach der Behandlung, sondern mit dem allerersten Kontakt zwischen Nadel und Gewebe — deshalb ist das, was während der Behandlung geschieht, ein direkter Indikator dafür, was nach dem Abheilen zu erwarten ist.

Weniger Trauma bedeutet nicht weniger Wirksamkeit

Eine verbreitete Annahme: Ein stärkerer Nadeleinstich bedeutet eine bessere Pigmentretention.

Unsere technischen und klinischen Beobachtungen zeigen etwas anderes: Ziel war nie eine Erhöhung der Energie, sondern deren präzisere Steuerung. Ein gut konzipierter Impuls minimiert unnötiges Gewebetrauma und erhält gleichzeitig eine effektive Pigmentimplantation.

Warum heißt es Lips Motion Control, wenn es auch bei Augenbrauen und Eyeliner gut funktioniert?

Der Name bezieht sich auf den Entwicklungsprozess, nicht auf den Anwendungsbereich.

Jedes unserer Motion-Control-Profile kann in jedem Behandlungsbereich eingesetzt werden. Bei Lips Motion Control 2,8 mm gilt das in besonderem Maße: Der kurze Hub sorgt für dynamisches Arbeiten, während die sanfte Energieabgabe das Risiko einer Überpigmentierung minimiert. Dieselbe Kombination, die beim Lippenrot funktioniert, überträgt sich auf sehr gute Ergebnisse bei Augenbrauen in Ombré-, Powder- und Hairstroke-Technik sowie beim Eyeliner.

Motion Control definiert nicht den Behandlungsbereich. Es definiert, wie das Gerät mit dem Gewebe interagiert.

Instagram: instagram.com/prudikpmu

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